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Showing posts from September, 2025

Zu viele Themen

Es ist Zeit, ein Blog zu schreiben. Das kalte nasse Wetter hat meine Arthrose wieder zum Vorschein gebracht, diesmal die rechte Schulter. Für die Tastatur reicht es noch, nur die Mausbedienung schmerzt. Eine Mausschulter. Diejenigen Schäden, die starke kurze Bewegungen verursachen, verheilen ja bald wieder, aber die jahrzehntelang ausgeführten unbewussten Fehlhaltungen schaffen lange Leiden. Wenn es überhaupt Fehlhaltungen gibt und nicht vielleicht doch das Alter sich hier breit macht. (Ich habe zu viel an meinem musikalischen Projekt gearbeitet, oft den ganzen Tag lang. Aber jetzt wird es bald, schätzungsweise in 2 Monaten, fertig sein. Wie viel Zeit in Software-Entwicklung fliesst ist eigentlich unglaublich.) Viel zu viele Themen sind mir in letzter Zeit in den Sinn gekommen, über die ich der Welt meine Einschätzung mitteilen müsste. Aber mein Interesse an der Welt ist ziemlich klein geworden. Was sollte ich auch noch Stellung beziehen gegen ...

Allgemeine Gemeinheit

Was mich immer wieder beschäftigt, weil es in meiner Generation so allgegenwärtig war, ist die allgemeine Überbewertung des Begriffes "Arbeit". Klar, die Jugend sieht darin ihre Chance, in die Welt der Erwachsenen aufgenommen zu werden und "jemand zu werden". Aber dieses Bewusstsein endet auch in dem fatalen Spruch "Nur wer arbeitet soll essen". Diese Einstellung war nicht nur in kommunistischen und sozialdemokratischen Kreisen zu finden, sondern eigentlich in allen politisierten Gemeinschaften, einschliesslich der freiheitlichen und konservativen. Die "Fleissigen und Tüchtigen" sind mittlerweile allgegenwärtig geworden und fordern überall ihre Privilegien ein. Die grossen Lügen unserer Jahrhunderte sind der Kommunismus und der Kapitalismus. Der Kommunismus geht von der Annahme aus, dass "die Arbeiterklasse" alles besser machen würde als die Oligarchen und Monarchen, wobei der Begriff "Arbeiter" ...

Wirklich in Pension?

Irgendwie kann ich es gar nicht fassen, dass ich jetzt Pensionist bin, aber es scheint so zu sein. Niemand fordert mich auf, mich doch endlich mit sinnvolleren Dingen zu beschäftigen als mit Musik, Wandern oder Software , die keiner versteht und niemand braucht. Ich kann tun was ich will, wann ich will, so viel ich will. Ich muss mich um nichts mehr kümmern. Niemand kontrolliert mich, und der Staat bezahlt meinen Unterhalt, weil ich ihm jahrzehntelang bis zu 40 % meines Einkommens Steuern gezahlt habe. Ich fühle mich nicht absolut frei, aber beinahe. Und das dauert nun schon eineinhalb Jahre. Fast habe ich den Eindruck, dass das Bestand haben wird. Man verliert ein wenig den Bezug zur Wirklichkeit und zu anderen Menschen. In Wirklichkeit sind wir ja alle Ameisen, alleine könnte niemand von uns lange überleben. Wir leben in Bienenstöcken und müssen uns an sehr viele Regeln halten. Wenn man nun ausgeschieden ist aus dem, was manche "d...