Was man eigentlich will
Ich mache nur mehr was ich will, das klingt so befreit. Aber was will ich eigentlich? Besser ist wohl: ich mache was ich kann (das sollte unser Ziel sein). Wenn ich weiterhin machen möchte was ich kann hätte ich nicht die Alterspension antreten sollen.
Familie, Urlaub, Hobby. Das machen Pensionisten angeblich. Zu allem was man macht ist Motivation nötig. Junge Menschen möchten in die Gesellschaft und Arbeitswelt aufgenommen werden, das motiviert. Erwachsene versuchen besser zu werden und weiter zu kommen, um Familie zu gründen oder Reichtum zu erlangen, das motiviert. Mit 65 wird man keine Familie mehr gründen, und um reich zu werden ist es reichlich spät.
Meine Pensionsphantasie zum Thema Urlaub war immer
"Wenn ich mal Zeit habe, gehe ich zu Fuß von Wien nach Nizza", also über die ganze Länge der Alpen.
Dieses zumindest dreimonatige Unternehmen werde ich nicht mehr schaffen mit meiner beginnenden Arthrose,
die ich nicht durch übertriebene einseitige Belastung auch noch fördern will.
Wanderungen mache ich außerdem reichlich, aber eben in kleinerem Maße.
Quer über die Alpen, das klingt nach großen Plänen eines Menschen, der etwas besonderes sein will.
Wir wollen alle etwas besonderes sein, darum liegen auch so viele Leichen am Mount Everest.
Obwohl viele davon wahrscheinlich bewußt zum Sterben dorthin gegangen sind.
Sterben will ich noch nicht.
Vorher muss ich noch vieles herausfinden, beispielsweise was einen Pensionisten motiviert.
Oder wie ich selbständig in die Aktivitäten hineinfinde, die ich mir vorgenommen habe.
Hoffentlich stellen sich nicht alle als Alpenüberquerungen heraus.
"Ich denke, also bin ich" (Descartes).
Ich schreibe dieses Blog, also bin ich.
Ich werde weiterhin tun was ich schon immer gemacht habe.
Was ich auch mache werde ich gut machen. Das will ich, das ist meine Motivation.
Was das konkret sein wird, wird sich zeigen.
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